Die Regenzeit in Kampot dauert ungefähr von Mai bis Oktober. An den meisten Tagen heißt das: ein heißer, oft heller Vormittag und später ein kräftiger Schauer, nicht eine Woche Dauergrau. Fast alles funktioniert weiter, die Landschaft ist am grünsten, der Popokvil-Wasserfall führt Wasser, und es sind weniger Reisende unterwegs. Nur die Salzernte verpasst du. Wer in den Sommerferien nach Kambodscha reist, landet genau in dieser Zeit. Mit frühen Starts, einem flexiblen Bokor-Tag und einem Plan für verregnete Nachmittage ist das eine gute Reisezeit.
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Sommerferien in Kambodscha: Passt das?
Die Sommerferien in Deutschland, Österreich und der Schweiz liegen größtenteils im Juli und August, also mitten in der Regenzeit, und der August ist in Kampot der nasseste Monat. Auch wer in den Herbstferien kommt, die in vielen Bundesländern im Oktober liegen, erwischt noch einen der regenreichsten Monate. Ehrlich gesagt: Nass wirst du auf jeden Fall mal. Aber selten den ganzen Tag, und es bleibt warm. Regen sind wir von zu Hause gewohnt, hier fällt er nur wärmer und in kürzerer Zeit. Wer Ausflüge auf den Vormittag legt, verpasst wenig. Wer dagegen die Salzernte sehen oder auf dem Bokor sicher Fernsicht haben will, kommt besser zwischen Januar und April.
Wie viel regnet es wirklich?
Durchschnittliche Niederschläge in Kampot pro Monat (WMO, 1982–2024), im Vergleich zur Trockenzeit:
| Monat | Regen im Schnitt | Was dich erwartet |
|---|---|---|
| Mai | 196 mm | Der Regen beginnt; heißester Monat, um 33,5 °C |
| Juni | 201 mm | Regelmäßige Schauer, oft nachmittags |
| Juli | 247 mm | Nasser; der Bokor steckt öfter in den Wolken |
| August | 381 mm | Nassester Monat; an manchen Tagen regnet es stundenlang mit Pausen |
| September | 220 mm | Nass, grün und ruhig |
| Oktober | 243 mm | Noch sehr nass; gegen Monatsende kommen die Reisenden zurück |
| Dezember–Februar, zum Vergleich | 21–29 mm | Trockenzeit |
Der November ist mit etwa 128 mm der Übergangsmonat. Durchschnittswerte verraten aber nicht alles: Manche Wochen sind überwiegend sonnig, andere bringen zwei, drei graue Tage am Stück, vor allem von August bis Oktober.
Wie sich die Regenzeit anfühlt
- Heiß und schwül. Tagsüber 31–33 °C, feuchter als in der Trockenzeit. Ein Schauer kühlt für ein, zwei Stunden ab.
- Der Vormittag gehört dir. Typisch ist ein klarer oder heller Morgen, Wolken nach dem Mittag und ein Wolkenbruch am Nachmittag oder Abend. Nicht jeder Tag hält sich daran, aber plan so, als ob.
- Feldwege werden matschig. Die letzten etwa 6 km zum Höhlentempel Phnom Chhngok sind Piste durch Reisfelder, und manche Dorfwege werden nach starkem Regen zu Schlamm. Die Hauptstraßen sind in Ordnung.
- Die Landschaft ist am schönsten. Die Reisfelder leuchten grün, die Karstberge wirken schärfer, und der Himmel vor einem Gewitter ist spektakulär.
- Mückenschutz einpacken. Nach dem Regen gibt es mehr Mücken, vor allem in der Dämmerung am Fluss. Lass dich vor der Reise reisemedizinisch beraten.
Was geht, was nicht
| Ziel | In der Regenzeit |
|---|---|
| Pfefferfarm La Plantation | Täglich 9–18 Uhr, letzter Rundgang 16 Uhr. Von April bis September ohne Buchung, ab Oktober Zeitslot buchen. Im Restaurant (7–15 Uhr) wartest du trocken einen Schauer ab. |
| Secret Lake | Füllt sich über die Saison, am vollsten im Oktober und November. Am besten vormittags. |
| Höhlentempel Phnom Chhngok | Funktioniert gut, der Tempel liegt in der Höhle. Stufen und Zufahrt können rutschig sein: Schuhe mit Profil. |
| Salzfelder | Keine Ernte. Von etwa Mai bis November stehen die Becken unter Wasser oder liegen brach; nur ein Fotostopp. |
| Bokor | Der Popokvil-Wasserfall ist am schönsten, aber das Plateau ist oft neblig, nass und kühl. Aussicht ist Glückssache, morgens stehen die Chancen am besten. |
| Krabbenmarkt Kep | Ganzjährig, und ein langes Mittagessen unter Dach ist der perfekte Regentag-Plan. |
| Kep-Nationalpark | Der Weg kann rutschig sein; lieber vormittags ein kurzes Stück. |
| Rabbit Island | Möglich, aber die Überfahrt hängt vom Seegang ab; frag am selben Tag am Pier. |
| Bootsfahrt zum Sonnenuntergang | Fährt, wenn das Wetter mitspielt. Ein Gewitter kann sie platzen lassen, aber die Sonnenuntergänge nach dem Regen gehören zu den schönsten des Jahres. |
| Stromschnellen Teuk Chhou | Mehr Wasser als in der Trockenzeit. |
Warum sich die Regenzeit lohnt
- Kampot in Grün. Die Fotos mit leuchtenden Reisfeldern, Palmen und Stelzenhäusern entstehen in dieser Zeit.
- Der Wasserfall fließt. In der Trockenzeit ist der Popokvil oft ein Rinnsal; von etwa Mai bis Oktober lohnt der Stopp.
- Weniger Betrieb. Ruhigere Farmen und Aussichtspunkte, und ein Zimmer oder einen Guide findest du auch kurzfristig.
- Keine Buchung bei La Plantation von April bis September: einfach hinfahren.
- Durian-Saison etwa von Mitte Mai bis Juli, für Mutige.
Was du aufgibst: die Salzernte, die klarste Sicht auf dem Bokor und etwas Planungssicherheit. Alle Monate im Überblick stehen in unserem Guide Best time to visit Kampot (auf Englisch).
Ein Regenzeit-Tag, der funktioniert
- 8 Uhr: Abholung in Kampot.
- 8:30 Uhr: Höhlentempel Phnom Chhngok, vor der Hitze und vor dem Regen.
- 10 Uhr: La Plantation mit Führung und Verkostung.
- 11:30 Uhr: Secret Lake nebenan.
- 12:30 Uhr: Mittagessen im Restaurant von La Plantation, oder weiter nach Kep zu den Krabben.
- 14 Uhr: zurück in Kampot, bevor die üblichen Nachmittagsschauer kommen. Ausruhen, lesen, Massage.
- 17 Uhr: Wenn es aufklart, Bootsfahrt zum Sonnenuntergang.
Das ist die Vormittagsvariante der Runde aus unserem Guide Pfefferfarm, Salzfelder, Secret Lake und Höhlentempel. Für den Bokor nimmst du den klarsten Morgen deines Aufenthalts und bleibst bereit, Tage zu tauschen.
Wenn es richtig schüttet
- Höhlentempel: drinnen trocken, und die Reisfelder ringsum sehen im Regen wunderschön aus.
- Kochkurs auf La Plantation, mindestens 24 Stunden vorher buchen.
- Provinzmuseum an der Riverside Road: etwa 2 USD, geöffnet etwa 8–11 und 14–17 Uhr.
- Pfeffer kaufen im Laden von BoTree in der Old Market Street.
- Langes Krabbenessen in Kep, unter Dach, mit Blick auf den Regen über dem Meer.
- Café, Massage, Buch auf einer Terrasse am Fluss. Nichtstun kann Kampot gut.
Tuk-Tuk, Roller oder Auto bei Regen?
Ein Tuk-Tuk hat ein Dach, und einen Schauer wartest du darunter oder am nächsten Stopp ab. Mit dem Roller fährst du klatschnass auf nassen Straßen, was wir ohne Erfahrung nicht empfehlen, auf den Serpentinen des Bokor schon gar nicht. Bei echtem Wolkenbruch ist für den Bokor ein geschlossenes Auto die vernünftige Wahl; unser Guide Bokor-Nationalpark mit dem Tuk-Tuk vergleicht die Optionen. Aktuelle Fahrpreise stehen in Was kostet ein Tuk-Tuk in Kampot?
Was du einpacken solltest
- Leichte Regenjacke, dazu eine warme Schicht für den Bokor
- Sandalen oder Schuhe mit gutem Profil, die nass werden dürfen
- Schnell trocknende Kleidung
- Dry Bag oder Gefrierbeutel für Handy und Reisepass
- Mückenschutz
Mit Seth unterwegs
Seth ist in Kampot geboren und hat als Guide schon 12 Regenzeiten erlebt. Er holt dich früh an der Unterkunft ab, legt die Stopps im Freien auf den Vormittag und sagt dir ehrlich, wenn sich der Bokor an diesem Tag nicht lohnt. Er führt auf Englisch und hat auf Tripadvisor 5,0 Punkte aus 19 Bewertungen. In der Regenzeit passt die Kampot Landschaftstour am besten, für den Wasserfall an einem klaren Morgen die Tagestour auf den Bokor. Typisch für ein privates Tuk-Tuk sind etwa 20–25 USD für den halben und 35–45 USD für den ganzen Tag; den Festpreis bestätigt Seth dir vorab. Schreib Seth auf WhatsApp (+855 96 694 6137).
FAQ
Regnet es in der Regenzeit den ganzen Tag?
Meistens nicht. Typisch ist ein heller Vormittag und ein Schauer am Nachmittag oder Abend. Längere Regenphasen gibt es vor allem von August bis Oktober.
Ist Kampot im Juli oder August eine gute Idee?
Ja, wenn du mit Schauern leben kannst. Es ist grün, ruhig und warm, und der Wasserfall auf dem Bokor führt Wasser. Leg Ausflüge auf den Vormittag; die Salzernte siehst du in dieser Zeit nicht.
Finden Tuk-Tuk-Touren auch bei Regen statt?
Ja, das ganze Jahr. In der Regenzeit starten sie früh, damit du vor den Nachmittagsschauern fertig bist.
Lohnt sich der Bokor in der Regenzeit?
Für den Popokvil-Wasserfall und die kühle Luft ja. Die Aussicht ist Glückssache: Fahr am klarsten Morgen hoch und nimm eine Jacke mit.
Kann man in der Regenzeit die Salzernte sehen?
Nein. Geerntet wird ungefähr von Januar bis April oder Mai; von Mai bis November stehen die Becken unter Wasser oder liegen brach.



